Beratung bei Missbrauchsverdacht

Beratung, Prävention und Information

Beratung bei Verdachtsfällen

In unserer Beratungsstelle in Falkenstein können Sie sich auch bei Verdachtsfällen oder generellen Fragen Rat und Hilfe holen. Diese steht auch für Lehrer und Erzieher offen.

Manchmal ist es nur ein bloßer Verdacht oder ein "Bauchgefühl". Ein Kind verhält sich in letzter Zeit besonders unauffällig oder zeigt veränderte Verhaltensweisen. Sie haben zunächst keine Erklärung für die Veränderung, aber ein ungutes Gefühl, dass die Ursache auch ein sexueller Missbrauch sein könnte.

Wir nehmen Ihre Vermutungen ernst. In gemeinsamen Gesprächen können wir Sie unterstützen, die Gründe für die Verhaltensänderung herauszufinden.

 

Information bei konkreten Verdachtsfällen

Ein Kind vertraut sich Ihnen an und erzählt von seinen Erlebnissen, dies es bedrücken. Dokumentieren Sie das Erzählte und loben sie das Kind. Geben sie dabei keine Versprechen ab (Ich erzähle es niemanden weiter.), zeigen sie sich gesprächsbereit aber stellen sie keine detaillierten Fragen. Bagatelliersieren sie das Geschehene nicht aber bauschen sie es auch nicht auf (Ach du lieber Himmel...).

Grundsätzlich fällt es Kinder bis zu Grundschule schwer, über Missbrauchshandlungen zu erzählen. Sie haben auf Grund ihres Entwicklungsalters noch keine konkreten Vorstellungen zur erkennen was sexuelle Handlungen sind und dass ihnen damit Unrecht angetan wurde. Des Weiteren nutzen die Täter gezielt Strategien der emotionalen Bedürftigkeit der Kinder (Ich habe Dich doch lieb.) und der Abhängigkeit für ihr Vorgehen aus.

Sagen Sie dem Kind deutlich, dass es keinesfalls Schuld hat und der Erwachsene (Täter) was Verbotenes getan hat. Hilfe holen ist kein Petzen! Sprechen Sie niemals den Täter darauf an.

Informationen und Beratung bei übergriffigen Kindern

Wann sind es "noch „Doktorspiele“ und ab wann werden Kindern sexuell übergriffig? Ulli Freund, von Strohhalm e.V. hat es einmal so definiert:

"Ein sexueller Übergriff unter Kindern liegt dann vor, wenn sexuelle Handlungen durch das übergriffige Kind erzwungen werden bzw. das betroffene Kind sie unfreiwillig duldet oder sich unfreiwillig daran beteiligt. Häufig wird dabei ein Machtgefälle zwischen den beteiligten übergriffigen und betroffenen Kindern ausgenutzt, indem z.B. durch Versprechungen,
Anerkennung, Drohung oder körperliche Gewalt Druck ausgeübt wird."

Gern beraten wir Sie bei Fragen oder bei konkreten Vorfällen.

Prävention

Als Verein möchten wir auch einen Beitrag zur Verhinderung von Missbrauch leisten. Dazu bieten wir folgendes Lösungen an:

1. Öffentlichkeitsarbeit

Wir veranstalten in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen und Infoabende für Lehrer, Erzieher und für alle, die beruflich mit der Kinderbetreuung zu tun haben.

2. Kurse für Kinder in der Kita und in der Grundschule

In den letzten Jahren haben wir gemeinsam mit Fachexperten speziell für Kinder in Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen einen den Kurs "Meine Gefühle und Ich" entwickelt. Er ist ein echter „Starkmacher“ für Kinder ab fünf Jahren. Themen des Kurses sind:

• Gefühle
• Berührungen
• Gute und schlechte Geheimnisse
• Angst
• Nein sagen
• Hilfe holen ist kein Petzen
• Ich geh nicht mit dir mit

Die Kinder lernen das Bewusstsein für die eigenen Gefühle und Grenzen zu entwickeln, sowie die der Anderen einzuhalten. Mit den Kursmaterialien erarbeiten die Kinder unter Anleitung Lösungen und Handlungsstrategien zur Gewalt- und Missbrauchsprävention.

3. Weiterbildungen

Speziell für angehende Erzieher die sich in einer Ausbildung befinden, haben wir einen eintägigen Workshop zum Thema "sexualisierte Gewalt" erstellt. Er wird regelmäßig im BSZ "Anne Frank" in Plauen durchgeführt.

Gern können Sie diesen Workshop auch für ihre Einrichtung buchen. Bei Fragen und Wünschen dazu wenden Sie sich bitte an Frau Wuschek (Telefon: 03745 - 75 15 939 / Mail: ).

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